Die alten Griechen, die immer sehr eng mit ihren Göttern zusammenlebten, hatten ihre Köpfe dementsprechend auch nah an den Sternen. Wen wundert's da, dass die Sternenkunde (Astrologie:.astron=Stern, logos=Lehre) noch heute eher unter ihrem griechischen Namen bekannt ist?
Astrologie und Astronomie, die zwei Wissenschaften von den Gestirnen, haben dabei zwar noch die Vorsilbe “Astro” gemeinsam, aber sonst eine Menge miteinander zu streiten.
Obwohl meist all die Lehren, die das Nachwort “-logie” beinhalten, als wissenschaftlich anerkannt gelten, beanspruchen in diesem Fall ausgerechnet die Astro-nomen (nomos=Gesetz) alle “echten” naturwissenschaftlichen Ehren für sich.
Dagegen ist die Astrologie in universitären Kreisen über die Jahrhunderte immer mehr in den Ruf geraten, nur eine Sache von Aberglaube oder Hirngespinsten zu sein. Dabei sind beide Disziplinen einst aus einer einzigen entstanden. Ohne Astrologie keine Astronomie und umgekehrt. Könige und Kaiser beauftragten die Sternenexperten, die gleichzeitig Astrologen und Astronomen waren, über die Jahrhunderte, das Schicksal der Menschen aus den Planetenständen herauszulesen. Die Fachleute waren dabei auch eine Art Physiker, ohne die jede moderne Physik letztlich nur erdgebunden geblieben wäre. Das haben die aktuellen Experten leider zu oft vergessen.
Als sich die Astronomie von der Astrologie abspaltete, weil Anfassbares den Takt in der wissenschaftlichen Entwicklung vorzugeben begann, entstand die Idee, Astrologie sei nur ein Hirngespinst. Allerdings hat dieser Trend der Sehnsucht der Menschen nach Erklärung des Lebenssinns keinen Abbruch getan, der von reinen Planetenvermessern nicht beantwortet werden konnte.
So steht die Vorsilbe Astro- heute noch für uraltes, wertvolles Wissen, auf das Millionen Menschen setzen, denen von Astrologen immer wieder geholfen wurde.