Am Anfang war der Gelbe Kaiser: Vor über 4500 Jahren soll er in China eine Art der Himmelsdeutung erfunden haben, die heute als chinesische Astrologie bekannt ist und sich deutlich von unserer Astrologie unterscheidet. In der chinesischen Astrologie geht es nämlich weniger um die Planeten, sondern eher um das Zusammenspiel der fünf Elemente, die in asiatischen Ländern gebräuchlich sind. Die Welt wird als Raum analysiert, der durch den Kreislauf von Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer entsteht und vergeht.
In bestimmten Kombinationen von „Himmelsstämmen“ und „Erdzweigen“ prägen sie jedem Menschen bei seiner Geburt ein sehr spezielles Charaktermuster auf. Durch die Analyse der persönlichen Elementeverteilung erhält der Experte chinesischer Astrologie ein praktisches und deutliches Bild von Eigenarten und Verhaltensweisen des Betreffenden.
Ziel der Beratung ist immer, die Harmonie der Elemente aufrecht zu erhalten oder wiederherzustellen. Als Hintergrund für die Berechnungen dienen Neumond-Kalender und eine umfassende Lebensphilosophie. Das „Dao des Himmels und der Erde“ beschreibt sämtliche Wechselbeziehungen der fünf Elemente, die einander stützen oder sich bekämpfen.
Wie ein Fingerabdruck verdeutlicht das persönliche Muster, wie der Ratsuchende eine neue Harmonie mit dem Kosmos für sich entdecken kann. Spezielle Horoskope wie das Vier-Säulen-Chart sind in unseren Breiten wenig bekannt, dafür erreichten die chinesischen Tierkreiszeichen von Ratte bis Schwein bereits eine gewisse Popularität in Europa.
Die Lehren von Ying und Yang, vom Weiblichen und Männlichen, bilden einen weiteren Hintergrund der chinesischen Astrologie. Ihre Ratschläge sind oft äußerst praktisch und reichen von der Körperharmonie über die Ernährung bis hin zum Wohnen. Auch das beliebte Feng Shui, die Kunst, das Umfeld auf die Harmonien des Himmels einzustimmen, ist Teilbereich der chinesischen Astrologie.