Rettende Engel gibt es in der menschlichen Welt zweifellos. Immer, wenn sich eine ausweglos erscheinende Situation auftut, erscheint gleichzeitig die Möglichkeit, durch das Eingreifen einer höheren Macht erlöst zu werden. Aber die grundlegende Herkunft von Engeln geht weit über diese Interpretation hinaus.
In allen Religionen der Welt wird die Existenz gottähnlicher Wesen überliefert, die als Botschafter zwischen dieser und allen jenseitigen Daseinsformen gelten.
Engel sind die eigentlichen Botschafter der Götter – die uns vom Willen des Himmels erzählen und manchmal das irdische Schicksal ändern können. Schon in der Bibel tauchen die ersten Engel auf, die Gottes Wort über die Welt verbreiten. Keineswegs müssen die Engel Flügel haben oder an die runden Putten erinnern, die in so vielen kirchlichen Gebäuden wie spielende Kinder verewigt sind. Dass Engel oft dergestalt gesehen wurden, hängt auch von der jeweiligen Kultur und ihren Bildern ab, in der sie in Erscheinung treten. Allen Erscheinungsformen gemeinsam ist die seltsame Atmosphäre, über die alle, die Engel gesehen oder gespürt haben, berichten.
Es ist eine Ahnung von Hoffnung, Veränderung und Lebenssinn. Feinfühlige Menschen, die vielfach auf ihrem Lebensweg schwierige Zeiten durchlitten haben, erhalten manchmal das große Geschenk der Liebe, die Weisheit der Engel immer wieder in ihrem Dasein weitergeben zu können. Es ist, als hätten sie einen direkten Draht zu den Welten jenseits unseres Horizont. Manche psychologische Berater sind bereit, aus dieser Gabe eine Tugend zu machen.
Wer den Bezug zu den Boten des Himmels hat, kann zuweilen sogar über bestimmte Instrumente, die von Wissenden gechannelt wurden, Kontakt zu den Engeln aufnehmen.
Dazu sind beispielsweise Engelskarten da, die von sensiblen Menschen gelesen und interpretiert werden können. In der Hierarchie der Engel, die bereits in der Bibel bekannt war, stehen die Erzengel, am höchsten. Ihnen folgen Seraphim und die Cherubim, die den Garten Eden schützen.