Kristallkugel

Das Tor zur anderen Welt

Wissen Kristallkugel

Was dem Kurzsichtigen seine Brille, das ist dem Hellseher die Kristallkugel. Schon immer wurden dem Quarz wegen seiner Schönheit und Symmetrie außergewöhnliche Fähigkeiten zugeschrieben. Er sollte Energie auf eine besondere Art leiten, Schwingungen verstärken und sogar heilen können. Kein Wunder, dass die Wissenden dieser Welt sehr früh auf den Gedanken kamen, ihre feinstofflichen Möglichkeiten mit Hilfe von Kristallen zu verbessern und zu intensivieren.

In den Kinderschuhen des Hellsehens oder der Wahrsagerei fiel es auf, dass oft dann, wenn ein Sensibler einen glänzenden, reflektierenden Gegenstand längere Zeit anschaute, Trancen entstanden oder die Betroffenen eine Weile in Hypnose fielen. Manchmal verdoppelten sich dann die paranormalen Talente. Also versuchte man, diesen Effekt durch bestimmte Objekte bewusst hervorzurufen.

Weil Kristall oder Quarz von jeher zu den heiligen Materialien gehörte, eignete er sich besser als alles andere dazu, der Helfer der Geistwesen, Engel oder weisen Frauen zu werden.

Die Kugel als verkörperte Form des ewigen Kreises erinnerte zudem an die Anfangs- und Endlosigkeit des Daseins, der Glanz des Quarzes an den magischen Spiegel, in dem die Anderswelten das Schicksal der Menschen auftauchen ließen.

Wie schon Schneewittchens Stiefmutter das Spieglein an der Wand anrief, um eine Antwort des Jenseits auf die Frage nach ihrer Schönheit zu bekommen, so befragen die Seher in aller Welt noch heute ihre Kristallkugeln bei Problemen der Menschen, die ratsuchend zu ihnen kommen.

Wer übrigens keine teure Kristallkugel zur Hand hat, um selbst einen Versuch zu machen, mit ihrer Hilfe das Tor zur anderen Welt zu erreichen, kann mit einer schön polierten Glaskugel experimentieren. Angeraten ist aber, vor dem ersten Versuch einen Seher zu befragen, der bei Krisen gern erste Hilfe leistet.