Zu allen Zeiten haben Menschen Zahlen mit Ereignissen verknüpft. Ein Beleg dafür ist beispielsweise die Wichtigkeit des ersten Menschen, Adam, der Eva, als zweitem denkenden Wesen, immer eine Nasenlänge voraus war.
Gerade in der Bibel gibt es zahllose Beispiele für die Mystik, die mit Ziffern verbunden ist. Allein die Genesis zeigt die Entwicklung der Welt von Tag 1 bis 7. Aus solchen Zusammenhängen entstand die Wissenschaft von der Sinnhaftigkeit der Zahlen, die man Numerologie nennt.
Anders als der Mathematiker, der mit Mengen, Maßstäben und Logik arbeitet, beschäftigt sich der Numerologe mit der Zuordnung von bestimmten Ziffernfolgen - man nehme nur das Geburtsdatum - und den damit einhergehenden Charaktereigenschaften oder Ereignisse eines Lebens.
Selbst der bekannte Mathematiker Pythagoras, der heute als einer der Gründerväter der spröden Wissenschaft gilt, nahm an, dass Zahlen wie Bilder für bestimmte Inhalte stehen: von der 1, die nicht nur Mann und Gott bezeichnet, über die sinnliche 5 bis hin zur 10, die er als Botin der Perfektion analysiert haben soll. In verschiedenen Systemen der Numerologie werden Ruf- und Nachname des Menschen in Zahlenwerte umgerechnet und danach ausgedeutet.
Besonders aus der jüdischen Kabbala, deren Lehren Stars wie Madonna zur Zeit wieder populär gemacht haben, sind viele Methoden entstanden, Silbe und Zahl in ein umfassendes System von Sinnfindung zu integrieren.
In China, wo magische Quadrate die Grundlage einer komplizierten Zahlenmystik bildeten, ordnet man noch heute im Rahmen der Elemente-Astrologie den verschiedenen Naturkräften Zahlen zu. Daraus entstand auch unter anderem das System des Feng-Shui und der Fliegenden Sterne, das in Europa inzwischen fast mehr Anhänger hat als die uralten Konzepte der hiesigen Numerologie.