Eine Idee, eine Vision, ein Traum, eine Wirklichkeit – wer, wenn nicht der Schütze, könnte das Unmögliche ermöglichen? Als letztes der Feuerzeichen stehen Schützen unter der Herrschaft des Glücksbringers Jupiter und bringen eine göttlichen Vision in die Kälte der Alltagswelt. Sie heißt: Wunder sind machbar.
In jedem Schützen schlägt das Herz einer Realität, die nicht aus Erdenmaterie besteht. Seine Ideen sind immer einen Tick ungewöhnlicher, schräger, höher, schneller oder weiter als andere.
Und leider landen so manche Schützen damit auch etwas härter auf den Boden der wirklichen Wirklichkeit. Jedenfalls, sobald sich herausstellt, dass für die Umsetzung der Träume wider Erwarten doch harte Arbeit vonnöten ist.
Dabei hatte er sich alles so schön ausgedacht. Seine guten Ideen fliegen dem Schützen zu wie anderen Leuten die Probleme. Er läßt sich nicht aufhalten, wo andere mit pragmatischerem Geist schon beim ersten Hindernis aufgegeben hätten. Das macht seinen Charme, aber auch seine größte Schwierigkeit aus. Lebenslang ist er gezwungen, seine Pläne (die sich minütlich ändern können) an der Wirklichkeit des Lebens zu messen und anzupassen. Das fühlt sich für einen so freien Geist dann manchmal ziemlich anstrengend an.
Schützekinder sind die Lieblinge fremder Rentner, die begeistert in Buggys spähen und die kleinen Schützen mit Kosenamen traktieren. Denn bis zur Pubertät umgibt den Schützen oft der goldene Glanz des Jupiters. Seine Eltern können schon früh sehr vorsichtig beginnen, ihn nicht ganz so zu verwöhnen, wie sie es gern täten. So gewöhnen sie ihren jungen Schützen langsam daran, dass das Leben doch nicht uneingeschränkt das unbegrenzte Ideen-Paradies ist, das er dahinter vermutet. Dass man essen muss und Geld für das Essen verdienen. Dass das Geld nicht auf Bäumen wächst. Und dass eine Idee sich nicht von selbst verwirklicht. Mit etwas Mühe festigen sie so einen kaum vorhandenen Sinn für das Praktische und ersparen dem Schützen später viele unnötige Wunden.
Als Philosoph, Religionsstifter oder Weiser hat der Schütze seine Wurzeln in allem, was mit Lebensanschauung, tiefgehendem Verständnis für Ideale und nicht zuletzt dem Glauben an das Gute zusammenhängt.
Trotz dieser Anbindung an Geistiges und einer starken Aktionsenergie, treibt die Schützegeborenen auch eine sportliche Einstellung zur Welt und ihren Möglichkeiten an. Unter ihnen sind tatsächlich viele gute Sportler. Auch Abenteurer finden sich, die mit den Schütze-Forschern eins gemeinsam haben:
Immer geht es um die Erweiterung von Horizonten, um das neugierige Überschreiten physischer oder psychischer Grenzen. Um den Reiz des Unbekannten, das erkannt werden will. Und muss. Fülle ist eins der Stichworte, die den Schützen motiviert.
Er liebt das Fremde, das zu Erobernde, den Superlativ. Denn Jupiter bringt mehr. Ganz viel. Oder ganz wenig. So ist der unglückliche Schütze besonders unglücklich. Der glückliche umso glücklicher. Seine Übertreibungen machen ihn aber sympathischer als Vertreter der anderen Zeichen, die öfter kritisiert werden. Denn die Welt hat den Schützen gegenüber eine Beißhemmung. Vielleicht, weil sie ihn so sehr braucht: in seinem Enthusiasmus, der uns zeigt, Leben kann ein Spielfeld sein. Aufregend und hochdramatisch. Für den Schützen ist Neugier ein Einsatz, der den Aufwand namens Dasein in jeder Minute rechtfertigt.
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