Skatkarten

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Was sagt die Pik-Dame über Eifersucht und Neid? Und wieso nennt man den Geliebten auch einen Herz-König? Das Wahrsagen mit den Skatkarten (auch Volkskarten) hat seit fast 200 Jahren in Europa Tradition.

Die 32 Karten des ganz normalen Skatblatts, das in Altenburg, Thüringen, aus dem Schafskopf entstand, erfreut sich so großer Beliebtheit, weil in nahezu jedem Haus eins dieser Kartenspiele vorhanden war.

Fahrendes Volk auf dem Märkten machte der einkaufenden Hausherrin vor, wie man mit Hilfe der neuen Karten aus der Zukunft lesen konnte. Die anziehenden, geheimnisvollen Methoden spannten bald Fäden rund um Europa: Während der Knecht Skat kloppte, legte die Magd in der Küche die Skatkarten. Das Wunder: Es funktionierte.

Mit der Zeit verfeinerten zahlreiche Benutzer die Legesysteme, bis sie immer bessere, klarere und eindeutigere Auslegungen zum Ergebnis hatten. Sinti und Roma steuerten ihre Erfahrungen mit „Zigeunerkarten“ bei und nach und nach ergab sich aus den vielen Strömungen, die zum Skatblatt-Wahrsagen führten, eine multikulturelle Mischung aus Neuem und Alten.

Wie bei den Lenormand- oder Kipperkarten ändern auch die Skatkarten Sinn und Bedeutung, je nachdem, auf welchem Platz der unterschiedlichen Legemuster sie gedeutet werden.

Der Kundige der Skatkarten benötigt für eine kompetente Analyse viel Erfahrung, die Muße, seinen Geist für die Aussage des Blattes zu öffnen, einen Bezug zum besonderen Lieblings-Legemuster und vor allem die Fähigkeit, Intuition und Wissen zu einer treffenden Deutung zu verbinden.

Dabei sehen die Experten sowohl die Vergangenheit, als auch die Zukunft in den Skatkarten.

Die Techniken, die in 200 Jahren entstanden sind, lassen nicht nur simple Zusammenhänge treffsicher ausdeuten, sondern erlauben haarklein differenzierte Analysen von speziellen Lebenssituationen.