Tarot mehr als nur Esoterik!

Spiegel der Ereignisse

Wissen Tarot

Wer die “Königin der Kelche” oder den “Narren” nicht kennt, für den ist vermutlich auch Tarot ein Kartenspiel wie jedes andere. Dabei hat das Tarot (das im 14. Jahrhundert als “Tarock” oder “Tarocchi” aus den arabischen Ländern nach Europa gekommen sein soll) mehr mit Selbsterkenntnis zu tun als mit Viertelpfennigen, Damen oder Assen.

Die 78 Karten des Tarot-Decks, die in die große und kleine Arkana (Arcanum = Geheimnis) aufgeteilt sind, haben sich über die Grenzen der Esoterik hinaus einen Ruf erworben:

Ernsthafte Psychologen beschäftigen sich inzwischen mit dem Zauber, der von einer Legung der Karten mit poetischen Namen wie “Mond”, “Ritter der Schwerter” oder “die Liebenden” ausgeht.

Der magische Golden-Dawn-Orden in England festigte Mitte des 19. Jahrhunderts die Beliebtheit des Tarot als Schritt des Menschen auf dem Weg zu seiner Seele. Denen, die das Tarot-Deck lesen können, geht es weniger um herkömmliches Kartenlegen als um die Enträtselung der Psyche. Der Psychoanalytiker Carl Gustaf Jung trug später dazu bei, dass die Frage “Wieso funktioniert Tarot eigentlich?” auch für Laien beantwortbar wurde.

Seine Entdeckung der “Synchronizität” (Dinge, die kausal nichts miteinander zu tun haben, werden als miteinander verknüpft erlebt), befreite die viel gerühmte Treffsicherheit der Tarot-Lesung endgültig von dem Klischee des Hokuspokus.

Und jeder, der sich einmal das “Keltische Kreuz” (eine Deutungsform) hat legen lassen, weiß, dass Tarot mehr mit dem Finden des eigenen Lebenssinns zu tun hat als mit Geschäftemacherei. Seit dem bekanntesten Raider-Waite-Tarot mit seinen wunderschönen bunten Szenenbildern regen die Arkanakarten bei vielen Menschen nicht nur die Fantasie an, sondern werden zum exakten Spiegel der Ereignisse des eigenen Lebens.